Die Zackenerdschildkröte
( geoemyda spengleri )
Haltung
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Je nach Standort des Terrariums hält man Zackenerdschildkröten
am besten in nach oben offenen oder auch in geschlossen
Behältern. So ein Behälter sollte ca. 100
x 50 cm Grundfläche haben. Wichtig ist, daß
man den Tieren eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit
( ca. 80 % ) darin bietet. Diese erreicht man in normalen
Wohnräumen nur in geschlossenen Behältern.
Eine Gruppenhaltung ist unter Terrarienbedingungen nicht
möglich, da die Männchen durch ihre ständigen
Paarungsversuche die Weibchen zu sehr stressen.
Von daher rate ich zur Einzelhaltung. Lediglich Weibchen
können in ausreichend großen und gut strukturierten
Behältern zusammen gepflegt werden. Hier muß
man die Schildkröten genau beobachten und bei Unverträglichkeit
und Futterverweigerung sofort separieren. |
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Als Bodengrund hat sich Laubwalderde gemischt mit
Kokosfasersubstrat bei mir gut bewehrt. Um die Feuchtigkeit
besser zu halten, kann man unter der Erde noch eine
Schicht Blähton ( Gartenfachmarkt ) mit einbringen.
Die Erde muß ca. 10 cm hoch eingefüllt werden,
um ein durchmischen der beiden Schichten zu verhindern.
Bepflanzt wird das Terrarium mit verschiedenen, feuchtigkeitsliebenden,
tropischen Pflanzen wie z.B. Farnen (Adiantum capillus-veneris),
und Lilien (Agavoideae). Für das Wohlbefinden der
Tiere ist eine dicke Schicht aus zerfasertem Moos gemischt
mit Laub – blättern unbedingt erforderlich.
Diese kann zu gut 2/3 den Boden bedecken. Eine große,
flache Wasserschalen darf nicht fehlen. Am besten eignen
sich glasierte Blumenuntersetzter aus Ton, in dem die
Schildkröten bequem Platz haben. Selbstverständlich
müssen diese täglich gereinigt werden.
Als Licht – und Wärmequelle verwende ich
40W Spotstrahler kombiniert mit Tageslichtlampen. Auf
diese Weise erreiche ich je nach Jahreszeit Temperaturen
zwischen 21 – 28 °C. Vor allem die Weibchen
sieht man im Frühjahr vor der Eiablage, aber auch
nach der Fütterung oft beim Sonnenbaden. Zu grelles
Licht sollte allerdings vermieden werden.
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| Winterruhe
Geoemyda spengleri benötigt für ihr Wohlbefinden
einen festen Jahresrythmus.
Von März bis Ende September werden die Becken
täglich besprüht.
Die Temperaturen liegen in dieser Zeit im Durchschnitt
bei 23 – 25 °C.
Im Hochsommer kann sie durchaus auch einmal auf 28
– max. 30 °C ansteigen.
Ab Oktober wird nach und nach weniger gesprüht
und die Temperatur parallel dazu gesenkt.
Dadurch werden die Schildkröten auf die bevorstehende
Trockenzeit und anschließende
Winterruhe vorbereitet.
Wichtig ist jetzt noch eine dicke Schicht aus Moos
und Blättern, um die Feuchtigkeit im Boden zu
halten.
Ende November werden die Wärmestrahler komplett
ausgeschaltet.
Die Tiere haben sich dann unter der Moosschicht vergraben
und ruhen.
Die Temperatur wird in dieser Zeit bei ca. 10 –
12 °C gehalten.
Im Februar werden die Tiere durch langsam steigende
Temperaturen wieder geweckt.
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